Samstag, 20. Juli 2013

Über die Golden Gate Bridge ...


... haben wir San Francisco verlassen. Eigentlich war es ein sonniger Start in der Innenstadt, doch die Brückenpfeiler hingen wie so oft in den Wolken. In San Francisco selbst war es relativ kühl mit ca. 20°C. 



Wenige Kilometer nördlich der Brücke stieg die Temperatur aber schnell auf die 30°C an. Braun-verbranntes Steppengras prägt die Landschaft, wobei zwischendurch grüne Obstplantagen einen etwas komischen Eindruck vermitteln, da sie nicht so richtig in die Umgebung passen wollen.
Im Walmart haben wir uns Trittroller gekauft, um zukünftig schneller durch die Städte zu kommen.



Nächstes Ziel war der Yosemite Nationalpark. Es ist immer wieder erstaunlich, was die Natur geschaffen hat. Hunderte Meter hohe Felswände, atemberaubende Vegetation, zwischendurch Seen und ein wildes Rentiert, der gar nicht mehr so wild war, weil wir nur ca. 1m von ihm entfernt stehen konnten. Im Yosemite Valley gab's den Lower Yosemite Fall zu sehen. Scheinbar hatten nicht nur wir die Idee uns diesen anzusehen, sondern noch dutzende andere Touris, so dass es einfach zu voll war.





Danach sollte es noch ein Highlight geben: Bodie, ein Geisterstadt, in der niemand mehr wohnt, in der Vergangenheit aber mal nach Gold gesucht wurde.
Die asphaltierte Straße wurde irgendwann zur Schotterpiste, die sich auf über 5 Meilen zog. Kurz vor Ankunft der aus Holz gebauten Häuschen, zeigten Schilder an, dass der Zutritt nur zwischen 9-18 Uhr gestattet sei. Wir waren um 20:30 Uhr da. Ein Stoppschild und ein weiteres Schild am Gate zeigte nochmals an, dass das Betreten strengstens untersagt sein (eigentlich muss man auch Eintritt bezahlen). Da wir aber nun mal gerade hier waren, wollten wir es natürlich sehen. In den Holzhäusern soll nämlich noch das Mobiliar stehen. Andreas meinte noch: "Wir rennen da jetzt schnell hin, machen ein paar Fotos und hauen wieder ab". Gute Idee... Los ging's... Gerade einmal 10 m sind wir gekommen, als das Blaulicht und die Sirene in einigen hundert Metern Entfernung anging. Über den Lautsprecher lies der Polizist etwas vermelden, was wir aber nicht verstanden. Wir gingen zum Auto zurück und der Polizeiwagen kam mit hoher Geschwindigkeit angerast. In aggressivem Ton fragte er, ob wir das Schild „Betreten verboten" nicht gelesen hätten. Wir taten erst mal als würden wir ihn nicht verstehen. Dann erzählte er etwas davon, dass er uns sofort festnehmen und sechs Monate ins Gefängnis stecken könne. Wahlweise könnten wir auch eine saftige Geldstrafe annehmen. Wir versuchten die Situation etwas zu beruhigen, entschuldigten uns ganz höflich. Er meinte, dass es überhaupt nicht witzig sei, was wir hier machen würden; in Kalifornien seien die Gesetze ziemlich streng und wir sollen uns bloß abmachen.
Da sind wir noch mal glimpflich davon gekommen. Und so hatten wir die Nacht einige Hundert Meter von der Geisterstadt entfernt im Auto auf den Vordersitzen verbracht.





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