... haben wir San Francisco
verlassen. Eigentlich war es ein sonniger Start in der Innenstadt, doch die
Brückenpfeiler hingen wie so oft in den Wolken. In San Francisco selbst war es
relativ kühl mit ca. 20°C.
Wenige Kilometer nördlich der Brücke stieg die Temperatur aber schnell auf die 30°C an. Braun-verbranntes Steppengras prägt die Landschaft, wobei zwischendurch grüne Obstplantagen einen etwas komischen Eindruck vermitteln, da sie nicht so richtig in die Umgebung passen wollen.
Wenige Kilometer nördlich der Brücke stieg die Temperatur aber schnell auf die 30°C an. Braun-verbranntes Steppengras prägt die Landschaft, wobei zwischendurch grüne Obstplantagen einen etwas komischen Eindruck vermitteln, da sie nicht so richtig in die Umgebung passen wollen.
Nächstes Ziel war der Yosemite
Nationalpark. Es ist immer wieder erstaunlich, was die Natur geschaffen hat.
Hunderte Meter hohe Felswände, atemberaubende Vegetation, zwischendurch Seen
und ein wildes Rentiert, der gar nicht mehr so wild war, weil wir nur ca. 1m von
ihm entfernt stehen konnten. Im Yosemite Valley gab's den Lower Yosemite Fall
zu sehen. Scheinbar hatten nicht nur wir die Idee uns diesen anzusehen, sondern
noch dutzende andere Touris, so dass es einfach zu voll war.
Danach sollte es noch ein Highlight
geben: Bodie, ein Geisterstadt, in der niemand mehr wohnt, in der Vergangenheit
aber mal nach Gold gesucht wurde.
Die asphaltierte Straße wurde irgendwann zur
Schotterpiste, die sich auf über 5 Meilen zog. Kurz vor Ankunft der aus Holz
gebauten Häuschen, zeigten Schilder an, dass der Zutritt nur zwischen 9-18 Uhr
gestattet sei. Wir waren um 20:30 Uhr da. Ein Stoppschild und ein weiteres
Schild am Gate zeigte nochmals an, dass das Betreten strengstens untersagt sein
(eigentlich muss man auch Eintritt bezahlen). Da wir aber nun mal gerade hier
waren, wollten wir es natürlich sehen. In den Holzhäusern soll nämlich noch das
Mobiliar stehen. Andreas meinte noch: "Wir rennen da jetzt schnell hin,
machen ein paar Fotos und hauen wieder ab". Gute Idee... Los ging's...
Gerade einmal 10 m sind wir gekommen, als das Blaulicht und die Sirene in
einigen hundert Metern Entfernung anging. Über den Lautsprecher lies der
Polizist etwas vermelden, was wir aber nicht verstanden. Wir gingen zum Auto
zurück und der Polizeiwagen kam mit hoher Geschwindigkeit angerast. In
aggressivem Ton fragte er, ob wir das Schild „Betreten verboten" nicht
gelesen hätten. Wir taten erst mal als würden wir ihn nicht verstehen. Dann
erzählte er etwas davon, dass er uns sofort festnehmen und sechs Monate ins
Gefängnis stecken könne. Wahlweise könnten wir auch eine saftige Geldstrafe
annehmen. Wir versuchten die Situation etwas zu beruhigen, entschuldigten uns
ganz höflich. Er meinte, dass es überhaupt nicht witzig sei, was wir hier
machen würden; in Kalifornien seien die Gesetze ziemlich streng und wir sollen
uns bloß abmachen.


















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