Donnerstag, 28. Februar 2013

Nach drei ...


... Tagen Regen, sind von Donnerstag auf Freitag dann schließlich ca. 100 mm Regen gefallen, was unseren Campingplatz so ziemlich den Rest gab. Meine Seite des Zeltes war leicht genässt – Klamotten nass, Schuhe nass und ein kleiner Behälter war bis zum Rand mit Wasser gefüllt – Martins Seite hingegen war trocken. Muss an seinem Geburtstag gelegen haben.
Aber als wir am Morgen aus unserem Zelt stolperten, wurden uns die Ausmaße der Verwüstung erst richtig klar.
Das Nachbarzelt der französischen Viererbesatzung verlor sein Dach, das englische Mitglied hatte auch nasse Füße bekommen und die französische Dreierbesatzung baute heute ihr Zelt ab, um es trocken zu legen.
Direkt hinter unserm Zelt sammelt sich zur Zeit eine Pfütze an, die sich anscheinend unaufhaltsam in unsere Richtung aufmacht.

Das war Andreas Pussin mit dem Wetter aus Orange.


Samstag, 23. Februar 2013

§ 8 Abs. 1 SGB VII ...

... der Arbeitsunfall.

Gem. § 8 Abs. 1 SGB VII könnte ich als Angestellter eines Obstfarmers einen Arbeitsunfall erlitten haben. Beim Pflücken von Birnen auf einer Obstplantage bin ich zwei Leitersprossen mit voller Birnentasche am Körper abgestürzt. Insofern handelt es sich um eine versicherte Tätigkeit. Bei dem zeitlich begrenzten Aufprall mit den Füßen auf dem Boden erlitt ich eine Einklemmung von Nerven im unteren Rücken, welche erhebliche Schmerzen verursachten und einer Behandlung bedurften. Dementsprechend ist der Tatbestand eines Gesundheitsschadens erfüllt. Das Pflücken der Birnen führte zum Sturz, was wiederum zum Gesundheitsschaden führte. Da auch die beiden Kausalitäten erfüllt sind, habe ich gem. § 8 Abs. 1 SGB VII einen Arbeitsunfall erlitten.
Leider findet dieses Gesetz hier keine Anwendung.

Erst zwei Tage später konnte ich kaum noch laufen, geschweige denn aus dem Zelt kommen. Also fuhr Andreas mich ins örtliche Krankenhaus. Dort angekommen, bekam ich eine Spritze zur Schmerzlinderung und noch zwei weitere Tabletten. Nach etwa einer Stunde vergingen die Schmerzen. Die nächsten Tage muss ich noch weitere Tabletten nehmen und darf noch nicht arbeiten.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Vor dem Apfelpflücken ...


... ergaben sich noch andere  Jobs. Einem Weintrauben-pflück-Arbeitgeber gefiel es nicht, dass wir zu Viert unsere Kohle nach dem ersten Tag Arbeit haben wollten und somit wurden wir nach einer Diskussion bezahlt und kurzer Hand durch neue Arbeiter ersetzt.
Das wir auf unsere Geld bestanden, lag zum einen an der Vertrauenswürdigkeit des Arbeitgeber, an der Tatsache, dass wir am nächsten Tag evtl. andere Arbeit bekommen könnten, außerdem, dass die gesamte Belegschafft schwarz beschäftigt war und zuletzt eigentlich nur ein Tag Arbeit vereinbart war.
Die Trauben waren für die Champagnerproduktion gedacht und der anfangs geglaubte  
zu geringe Stundenlohn von 14 AUD erwies sich den Tag darauf als gut bezahlt.

Als wir dem darauffolgenden Tag eigentlich nicht wussten was wir machen sollten, kam unser Supervisor vorbei gefahren und sagte, dass wir mit dem Birnenpflücken beginnen können. Für eine Box gab es 12 AUD. Um diese zu füllen brauchten wir eine Stunde zu Zweit!  Damn! Das ist ein richtig mieser Stundenlohn.
Nach zwei Tagen - 15 Boxen - war die Arbeit erledigt und unsere Arme sahen aus als hätten wir mit einer Schaar Katzen gekämpft, da die neuen Knospen der Birnenbäume eine Art Sicherungsmechanismus besitzen, der einem die Arme aufritzt.


Bald geht ...


... die wilde Apfelpflückerei los. Heute um 11 Uhr bei dem Apfelfarmer unseres Vertrauens angekommen, zeigte er uns auch gleich die Hütte, in der unsere Dusche, Küche und alles weitere zu finden ist. Auf die drei Stunden zum säubern der Anlage gehen wir jetzt mal nicht näher ein... Auf die Frage für wie lange er Arbeit hat, ob eine oder vielleicht zwei Wochen lachte er etwas und meinte, dass wir die nächsten acht Wochen bei im arbeiten können. Aber acht Wochen sind uns dann wohl doch etwas zu lang. Die Reise muss ja noch etwas weiter gehen.

Am gestrigen Tag bekamen wir noch einen Anruf von Philipp - der Winzer unseres Vertrauens. Bei ihm können wir am Montag und Dienstag Netze über die Reben basteln und Traktor fahren dürfen wir auch!
Philipp bat uns darum noch eine weitere Person mitzubringen, da es aber ein Typ sein muss und wir nur Mädels kennengelernt haben, überlegten wir uns woher wir jetzt einen weiteren Arbeiter finden. Zwei Minuten später trafen wir auf dem Aldiparkplatz ein deutsches Pärchen. Somit war das auch erledigt.

Arbeiten ...


... in Australien kann ziemlich hart sein. Das kann an dem ziemlich warmen Wetter liegen, der Arbeit oder an beidem. Die Gartenarbeit beim freundlichen „astley mobility“ Besitzer brachte etwas Kohle in die Kasse, aber der nächste Auftrag war dann nicht wirklich lukrativ, weil es anstatt der Kohle „nur“ eine Unterkunft gab.
Die Aufgabe: Buddel einen zwischen 10 und 30 cm tiefen und 40 cm breiten Graben um einen 100.000 Liter Wasserbehälter. Nach vier Stunden waren der Auftrag und wir erledigt. Dafür gab’s a „lot of beer“ und „food“. Außerdem versuchten die netten Leutchen uns einen Job bei Freunden auf verschiedenen Farmen zu besorgen, leider ohne Erflog.
An die Jobs sind wir unglaublicher weise nicht durch’s Internet gekommen, sondern durch ganz altmodische Flugzettel. Wobei es an ein Wunder grenzt, dass wir überhaupt eine Arbeit darüber bekommen hatten. Zuerst war die Überschrift falsch. Danach viel uns auf, dass die E-Mail-Adresse anstatt „.com“ „.de“ hat.



Hier aber die richtige Version.