Montag, 28. Januar 2013

Viel Stress ...


... und noch mehr Zeitverschwendung.

Da wir heute unsere letzte Nacht im Guesthouse hatten, mussten wir unser Auto soweit vorbereiten, dass wir darin schlafen konnten. Der Ausbau lief eigentlich ziemlich flüssig und schnell von der Hand, als wir jedoch die Nahrungsvorräte aufstocken wollten passierte genau das, was ohnehin irgendwann passieren sollte. Als wir aus dem „Aldi“ -> ja Aldi, ohne Scheiß! herauskamen, fuhr Andreas – wegen starkem Regen - das Auto unter eine überdachte Ladezone. Da die Zentralverriegelung aber nur von Innen mittels eines Knopfes funktioniert, ging Martin noch einmal an die Fahrerseite, um die Kofferraumklappe zu entriegeln. Er schmiss die Fahrertüre zu und stellte daraufhin fest, dass die Kofferraumklappe immer noch verschlossen war. Etwas entsetzt fragte er mich, ob ich den Schlüssel habe. „Natürlich nicht“, antwortete ich, „der steckt im Zündschloss“.
Somit standen wir vor unserem verschlossenen Auto, das in der Ladezone abgestellt war und dessen Licht brannte.

Keep it cool war die Devise. Was tun? Ah, da viel mir ein, dass der Typ, von dem wir das Auto gekauft haben, erzählte, er wäre Mitglied bei NRMA (das ist wie der ADAC) und wir könnten diese Versicherung einem Monat kostenfrei nutzen. Somit rief Martin dort an und bekam nach längerem Diskutieren gesagt, dass er Mitglied werden müsse, damit sie uns helfen könnten, – für 200 AUD. Großartig! Aufgelegt! Daraufhin fragte ich Passanten, ob sie einen Rat hätten. Klar hatten sie einen, „ruft mal bei NRMA an“. O_o

Dann fiel mir noch der Dad von dem Vorbesitzer unseres Autos ein. Der arrangierte auch den Verkauf, sagte aber nach einiger Zeit zu Martin am Telefon, dass es nicht sein Problem sei und Martin solle noch einmal unter einer anderen Nummer bei der NRMA anrufen. Gesagt, getan, aber mit dem gleichem Resultat wie zuvor – 200 AUD.

Nun rief ich noch mal den Dad-Typen an und sagte, dass das nicht ginge mit der NRMA. Er war inzwischen etwas genervt: „It’s not my problem“, wollte mich aber gleich zurückrufen. Das tat er auch mit der guten Nachricht, dass innerhalb der nächsten Stunde jemand von NRMA vorbei kommen würde. Der kam dann auch schließlich und knackte unser Auto! Mit riesen Freude und nach einem „High Five“ mit dem NRMA-Menschen, ging es dann erst mal zu McDonalds, wo wir den NRMA-Menschen gleich ein weiteres Mal trafen. Lustige Zufälle gibt’s.

So, jetzt geht’s ins Bett, also in unser Auto, gute Nacht!

(Fotos folgen)

Sonntag, 27. Januar 2013

Checkliste ...

...
Konto: check!
Prepaidkarte: check!
Steuernummer: check!
Auto: check!

Nach langer Suche haben wir uns für einen Jeep Cherokee entschieden: 4 Liter Maschine, V6, 4 wheel drive! Die Karre geht gut ab und brüllt richtig. Durstig ist sie aber auch. Beim Autokauf muss man allerdings vorsichtig sein. Wir haben uns einige Autos angesehen, die in keinem guten Zustand waren: An entscheidenden Stelle tropfte Öl.

Außerdem ist am 26.01. eines Jahres der „Australia Day“ – ein Nationalfeiertag in Australien. Man isst und trinkt an diesem Tag. Wir haben mit ein paar Leuten aus dem Hostel BBQ gemacht. Am Abend gab es ein riesen Feuerwerk im „Darling Harbour“ mit beeindruckender Lichtershow synchronisiert mit Musik. 


Achja, am „Bondi Beach“ waren wir „Klettern“ und haben es uns in der Sonne gutgehen lassen. 






Please ...




... keep left ist die Devise. Vor kurzem habe wir uns ein Auto von Europcar gemietet, um uns Autos anzusehen, die etwas weiter entfernt liegen. Aus Kostengründen haben wir uns dann entschieden, dass nur jemand ab 25 das Auto fahren darf. Hat’s mal was Gutes, dass ich schon älter als 25 bin.











Bei der ersten Fahrt war alles ein bisschen komisch, rechts sitzen, für den mittleren Spiegel musste man plötzlich nach links oben schauen, auf der linken Seite fahren und außer dem allem wischt der Scheibenwischer auch noch in die verkehrte Richtung.
Nach einiger Übung lief’s eigentlich auch ganz gut, bis auf zwei, drei Missverständnisse mit dem Linksverkehr und den Einbahnstraßen.

Martin: „Ey, Andreas, ich glaub du fährst auf der falschen Seite, ... oder?“
Andreas: „ ... oh schei**.“
Ist aber nichts passiert.



Um die Parkregeln zu verstehen braucht man mindestens Abitur, aber zumindest damit waren wir klar im Vorteil und dank Internet und Google wussten wir dann schließlich auch, dass man in Sydney eigentlich fast nirgendwo parken darf . Auf die Frage wo man kostenlos sein Auto abstellen könne, antwortete uns in netter Bauarbeiter mit einem Lächeln: “You are in Sydney, here is nothing for free“. GROßARTIG.
Ich habe dann aber doch irgendwann herausbekommen, dass es etwa 15 Min. zu Fuß von unserem Guesthouse kostenlose Parkplätze gibt.

Bei der Autosuche sind wir am „Bald Hill“ vorbeigekommen – ein Paradies. 








Sonntag, 20. Januar 2013

Die Autosuche ...


... hat begonnen. Auf dem King Cross Market – ein kleiner Automarkt in einem Parkhaus in Sydney – schauten wir uns nach Autos um. Vorher aber musste dieser erst einmal gefunden werden: Wir gingen genau an den Ort, den uns Googlemaps per Straßensuche zeigte – es war natürlich der Falsche. Etwas Nachfragen half dann aber weiter.

Danach ging’s durch den botanischen Garten zum berühmten „Opera House“ und zur „Harbour Bridge“. Was man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, lag vor uns.



 


Samstag, 19. Januar 2013

Start ...


... schwierigkeiten.

Nach leichten Ausreiseschwierigkeiten von Tokio nach Australien – da mit meinem Visum etwas nicht stimmte – sind wir dann schließlich doch in Sydney angekommen. Als es 19:50 Uhr wurde und ich immer noch keine Bestätigung meines Visums bekam, der Verantwortliche aber hektisch telefonierte, machte sich Martin schon mal auf den Weg, um seine restlichen Yen in AUD zu wechseln.
Da der Flieger um 20:10 Uhr starten sollte wurden auch wir ziemlich nervös. Kurz darauf bekam ich auch das ok und wir rannten in Richtung unseres Gates. Dort angekommen waren die Türe zum Boarding verschlossen und wir fragten uns, ob die anderen Passagiere schon alle an Bord seien. Als ich nachfragen wollte wurde ich kurzer Hand abgewimmelt und ich wartete. Dann, um 20:05 Uhr musste mal langsam etwas passieren. Ich ging erneut an den Schalter und die Dame sagte mir dann: „I’m sorry we are too late.“ Puhhh, also waren nicht wir zu spät sondern unsere Airline.
In Australien waren wir dann etwas vom Wetter enttäuscht. Wie wir hörten waren es gestern noch 48 Grad, dagegen gab es heute bei 22 Grad noch etwas Regen.