... über Bundeena, Newcastle, Port Macquarie, Yamba, Byron
Bay, Surfers Paradise und letztendlich Brisbane haben wir die Strecke in ca.
anderthalb Wochen über die Bühne gebracht.
Nach zwei Tagen Bundeena wurden wir freundlich vor die Tür
gesetzt. Die Gastfreundschaft hielt aber immerhin zweimal Frühstücken im Haus
aus. Bevor wir abfuhren sind wir nochmal an einem Platz in der Nähe gefahren,
wo man von einer Klippe springen konnte. Der erste Sprung von ca. 7-8 Metern
war schnell erledigt, aus den 10-12 Metern hatte ich einen kleinen Moment zu
lange überlegt und somit zog sich der Sprung auch über einige Zeit. Jedoch war
umkehren nicht möglich, da Martin und der Rest aller Strandbesucher ganz
gespannt warteten, wann und ob der Typ dort oben springen wird. Absprungstelle
ist ganz oben rechts im Bild zu sehen.
Von Bundeena nach Newcastle kam uns die Idee nach einem
Kaffee und so hielten wir irgendwo auf der Strecke an, um ans Meer zu gehen. Strand
gab’s dort auf jeden Fall genug!
In Newcastle gab’s außer einem weiteren Krankenhausbesuch,
wegen Martin’s Beschwerden, nicht viel zu sehen. Die eine Nacht war auch
eigentlich nicht geplant, aber aus organisatorischen Gründen unvermeidbar,
jedoch gar nicht so übel.
Am nächsten Tag ging’s dann auch gleich weiter in Richtung
Port Macquarie, aber immer mit dem Ziel vor Augen, dass wir eigentlich nach
Byron Bay kommen wollten. Aber auch in Port Macquarie sind wir wieder mal eine
Nacht hängen geblieben, diesmal aber nur „just for fun“ und wegen eines Koalahospitals.
Diese Nacht mussten wir auch leider auf den Vordersitzen
unseres Autos verbringen.
Also ging es müde weiter nach Byron Bay, auf dessen Weg es
eine Dicke Banane zu sehen gab. Da unser Reisebuch aber sagte, dass es in Yamba Süßwasserpools gebe, die man sehen sollte, blieben wir auch dort für eine
Nacht. Die Pools waren schließlich Seen, die direkt am Meer lagen, und in denen
man von Klippen aus reinspringen konnte – der Zwischenstopp lohnte sich!
Nun war es aber an der Zeit unser erstes Ziel zu erreichen.
In Byron Bay angekommen gefiel uns die Stadt schon recht gut. Besonders viele
Sehenswürdigkeiten gab’s zwar nicht, bis auf den lichtstärksten Leuchtturm der
Welt.
Ansonsten liefen dort viele junge Menschen rum und am späten Abend
lernten wir noch ein Mädel aus UK und eins aus Deutschland kennen. Das UK-Mädel
nahmen wir am nächsten Tag mit nach Surfers Paradise, wo wir auch
diejenige aus Deutschland wiedertrafen.
In Surfers Paradise sind wir etwas hängen
geblieben.
Die Stadt ist voller Wolkenkratzer, die direkt am Meer stehen, und der Strand zieht sich über Kilometer entlang der Gold Coast. Ein
Besuch im „Beergarden“ durfte auch nicht fehlen und schließlich das Surfen. Eine der beiden Mädels war schon nach Brisbane weitergezogen, doch die
aus UK hatte schon mal einen Surfkurs absolviert und konnte uns zeigen, worauf man zu achten hatte. Also borgten wir uns zu Dritt für vier Stunden ein Surfbrett
aus und ab ging die Übungsphase. Ich persönlich hatte es mir schwieriger
vorgestellt, doch bis ich das erste mal auf dem Brett stehen blieb, dauerte es
auch seine Zeit ... am nächsten Tag gab’s erst mal Muskelkater!
Nach fünf Tagen fuhren wir schließlich weiter nach Brisbane.
Dort war es mal wieder mega busy! Keine Parkmöglichkeiten, keine kostenfreien Campingplätze, vierspurige Einbahnstraßen und nur eine kalte public-shower-Möglichkeit. Glück war, dass unsere Freundin aus Sydney in Brisbane ein Zelt
und zwei Isomatten für sich organisiert hatte und wir diese abholen sollten. Dasas Mädel, die das Zeug verkaufte, gab uns gleich mal ein paar nützliche Tipps.
Sie wohnte in einem ziemlich großem Hostel und meinte, dass es nicht auf viele,
wenn man dort rein und raus marschiert, obwohl man dort nicht wohnt. Somit war
die warme Dusche gerettet...
Leider sind die Wege für Besorgungen, Party,
Sehenswürdigkeiten usw. ziemlich weit, da es im näheren Umkreis der eigentlich City
keine Parkmöglichkeiten gibt. Aber zum Glück gibt es eine Fähre, die „for free“
über den Brisbane River tuckert und uns ziemlich zentral rauslässt.
Nachdem wir die ersten beiden Nächte auf einem Privatgelände
gepennt hatten, wurde es Zeit etwas für Länger zu finden, da ich noch ein
Praktikum bei einer Tierklinik machen wollte, und wir hier auf unsere
Sydney-Freundin warten wollen – außerdem wurden wir freundlich darauf
hingewiesen, das Gelände zu verlassen.
Nach zwei Stunden wilder Fahrt durch die City fanden wir doch noch einen kleinen Park, wo wir erst mal bleiben konnten.
Mit der deutschen Bekanntschaft aus Byron Bay waren wir noch
kurz einen Kaffee trinken und als wir zurück zum Auto gingen trafen wir eine
Gruppe deutscher Backpacker die auch im Park übernachteten. Nach 10 Minuten
Geplauder stellte ich Martin die Frage, ob das der richtige Park sei und wo
unser Auto stehe ... „So nah am Fluss waren wir doch nicht“ und „die ganzen BBQ’s
gab’s doch vorher nicht?!“. Nachdem wir uns für den Abend mit der Truppe verabredet
hatten, gingen wir auf Autosuche. Ziemlich schnell stellten wir fest, dass es
unmöglich der richtige Park sein konnte... Also ging die wilde Autosucherei los.
Nach einer halben Stunde sind wir auch fündig geworden, es war der Park schräg
gegenüber. Die nächsten drei Abende verbrachten wir schließlich mit der Truppe
und gingen Abends in die City.
Als wir den zweiten Abend mit der Fähre
losfuhren, waren wir nur noch zu viert. Einer der Beiden kam dann auf die Idee,
wir könnten in dem Moment, wenn die Fähre anlegt und der Captain beschäftigt
ist über die Reling auf den vorderen Teil des Daches klettern. Gesagt, getan
und die neuen Passagiere, die uns sahen, waren zum Glück sehr entspannt und
hielten dicht.
P.S. Allen Vorurteilen zum Trotz, finden wir Brisbane gar
nicht so schlecht.