Sonntag, 19. Mai 2013

Wach geworden ...

... um 6:30 Uhr mit den Worten: "You can't sleep on the street!" und einem lautem Knall am Auto, stand eigentlich fest, dass wir jetzt erwischt worden sind. Aber die Müdigkeit lies uns erst noch eineinhalb Stunden weiterschlafen, bevor ich zu Martin sagte, er solle mal an der Windschutzscheibe schauen.  
Dort fand er dann auch gleich unsere erste DIN A4 große Verwarnung für das schlafen im Auto. 
Cairns scheint nicht Auto"schlaf"freundlich zu sein und somit hat's sich das für uns erledigt. Ab jetzt geht's nur noch legal auf Campingplätze.


Roadtrip, ...


... um das Outback mal gesehen zu haben.
Nachdem wir in Cairns ankamen und dort eine Nacht auf einem Campingplatz verbrachten entschlossen wir am nächsten Tag noch etwas weiter nach Norden zu fahren. Über Port Douglas und dem Daintree River - wo wir eine Bootsfahrt gebucht hatten und frei lebende Krokodile sehen konnten - sind wir in Cape Tribulation gelandet. An diesem Fleckchen Erde grenzt der Regenwald direkt an das Meer und das Wasser hatte tatsächlich die Temperatur einer Badewanne. 



Leider konnte man wegen der Haie, Krokodile und Quallen nicht gut im Meer baden, also sind wir zum nahe gelegenen Creek gelaufen. Dort war das Wasser zwar sehr kalt, dafür war es sicher und man konnte sich an einem Seil ins Wasser schwingen.

Am nächsten Tag haben wir uns auf gemacht den Regenwald zu erkunden. Die Strecke zum Lookout des Mount Sorrow belief sich auf 7 Km und 5-6 Stunden Fußweg.


Zudem sollte man, laut Reiseführer, etwas Bergerfahrung mitbringen, die wir natürlich hatten. Nach den ersten 500 Metern hatte man bereits das Gefühl in einer Sauna zu sitzen und wir waren von oben bis unten durchgeschwitzt. Der Weg war dann tatsächlich sehr unwegsam, so dass wir hin und wieder nicht erkennen konnten wo der Weg weiter ging.
Auf dem Heimweg von Cape Tribulation entschieden Martin und ich spontan ins Outback zu fahren, um es mal gesehen zu haben. Da Anna keine Lust hatte mitzukommen lieferten wir sie in einem Hostel ab. 




Der fast 1 Km lange Steg in Hervey Bay ...


... ist schon eine Attraktion. Dutzende Angler stehen an den Geländern und versuchen ihr Glück.

Danach gab es für Wilson erst mal eine Unterboden-und Motorwäsche. Da auch das Wäschewaschen schnell erledigt war, fuhren wir weiter nach Bundaberg.
In Bundaberg in der Info trafen wir auf einen sehr hilfsbereiten und netten Mitarbeiter. Bei der Frage nach öffentlichen Duschen und einer Campingmöglichkeit verwies uns der nette Mann ins nahegelegene kleine Örtchen Bargara am Meer.

Am nächsten Morgen ging es dann über die Industriestadt Gladston, die wirklich total übersät ist von Fabriken und absolut keinen Stopp wert ist, weiter nach Rockhampton.
Auch in Rockhampton gab es einen überaus aufgeschlossenen Mitarbeiter, der uns auf der Karte zeigte, wo man kostenlos Zelten könnte. Leider wurden wir zwei Mal von einem Güterzug in der Nacht gestört.

Da wir so langsam wieder Geld brauchen und wir gehört haben, dass man in Yeppon ggf. Farmwork finden kann, ging’s dort hin. Leider war die Suche nicht von Erfolg gekrönt.

Da Wilson schon seit längerem ein Wehwehchen am rechten vorderen Rad hat, ging es in Rockhampton in die Werkstatt. Nach ca. 3 Stunden war das Radlager repariert und die Reise konnte weiter gehen.

Für eine Nacht waren wir in Keppel Sands. Dort in der Area gibt es eine Krokodilfarm, die wir besucht haben. Krokodile sind nun wirklich beeindruckende Tiere. „Wer im Krokodilgehäge landet, gehört den Krokodilen" mussten wir erfahren.
Andreas und ich haben uns dann noch 500g Krokodilfleisch geholt, welches einen fischigen Geschmack und eine Konsistenz wie Schweinefleisch hat.
Westlich von Mackay in Finch Hatton Gorge gibt es einen Nationalpark mit Regenwald. Wir wanderten entlang eines reißenden, glasklaren Flusses bergauf. Oben gab es dann einen Pool zum schwimmen. Das Wasser war aber unmenschlich kalt!

Am Boulder Creek - irgendwo im Nirgendwo - gab es eine kostenlose Campingarea, wo wir eine Nacht verbrachten. Der kleine Creek diente dabei als Duschmöglichkeit.

Dienstag, 7. Mai 2013

Der Campingplatz ...


... ist sehr sauber, gepflegt und hat viel zu bieten, wie z. B. einen kostenfreien Tennisplatz, Pool, Küche ... doch die gesamte Fläche scheint mit Sandflöhen übersäht zu sein. Da wir hier sechs Nächte gebucht hatten, sahen wir natürlich von Tag zu Tag schlimmer aus und es juckte einfach am gesamten Körper. Hoffentlich zieht sich das nicht nach Norden hin durch mit dem Viehzeugs!
Auch war es auf dem Campingplatz zunächst sehr ruhig, bis eines Abends drei Reisebusse ankamen, mit je 40 Personen zwischen 15 bis 18 Jahren, die eine dreiwöchige Rundreise in Australien machten. 


Ein Bus parkte direkt vor unseren Zelten, aber zum Glück fuhren die anderen Beiden etwas weiter entfernt von uns, so dass die „Insassen“ auch andere facilities nutzten.






Diving ...


... in Airlie Beach war ein Reinfall. Wir buchten eine Bootstour zu den Whitsunday Islands mit anschließendem Tauchgang. Die erste

Station unserer Tour war sehr schön anzusehen. Schneeweißer Strand, türkisfarbenes Wasser und ein super Ausblick.




Danach fuhren wir mit dem Boot weiter zu einem Reef, indem man gut tauchen kann und es viel zu sehen gibt. Aber leider verreckte der Außenmotor von unserem Beiboot, das uns an die richtige Stelle bringen sollte. Somit viel das Tauchen flach und stattdessen waren wir schnorcheln. Da die Stelle an dem unser Boot anlegte ziemlich flach war und wir richtig gutes Wetter hatten, konnten wir jede Menge bunter Fische und Korallen sehen.

Airlie Beach ...


... ist wiedermal sehr auf Touristen eingestellt. Aber es ist recht überschaubar, da das Dorf normalerweise grade mal etwas mehr als 3000 Einwohner hat.
Am ersten Tag waren wir auch gleich mal auf der Suche nach einen Campingplatz. Der Erste Campingplatz erschien uns recht teuer, also holten wir uns noch ein weiteres Angebot ein. Dort fragten wir nach einem Rabatt, wenn wir zwischen vier und sechs Nächten buchen. Die Dame fragte uns dann, ob wir sie auf das Angebot bei Facebook ansprechen würden.
„Was für ein Angebot? Nein, wir kennen kein Angebot!“
Also fragte die Dame uns ein weiteres Mal ob wir nicht das Angebot bei Facebook meinen?
„Wir kennen kein Angebot über Facebook!“
Als sie das dritte mal fragte, schaltete sich eine weitere Dame hinter uns ein und sagte, dass wir das Angebot natürlich kennen würden. Denn mit dem Angebot bekamen wir jede zweite Nacht für die Hälfte der Kosten.
Nachdem sich alle vor lauter Lachen wieder beruhigt hatten, bekamen wir das Angebot schließlich und checkten ein.