Sonntag, 24. März 2013

Brisbane ...


... kommt doch später als erwartet. Nachdem wir der netten Weinfarmerin noch einen Blumenstrauß gaben, uns für alles bedankten und uns verabschiedeten, war die Vorfreude in ein wärmeres Klima zu fahren riesig!




In Sydney angekommen entschieden wir uns doch erst noch in Richtung Süden zu fahren, da eine Freundin die wir zu Beginn unserer Australienreise in Sydney kennenlernten uns fragte, ob wir nicht zu ihr kommen wollten, „es wäre sehr schön dort“. In der Familie, wo sie Nanny ist kann man es wirklich gut aushalten.


Die deutsche Familie mit ihren 5 Jahre und 15 Monate alten Jungs ist wirklich nett, so dass morgens auch ein Frühstück raussprang. Unser Zelt haben wir auf den Strand aufgeschlagen, der direkt vor der Wohnung liegt.
P.S. Endlich ist es wieder warm.


Freitag, 15. März 2013

Grape cleaning ...


... brachte dann die ersehnte Kohle in die Kasse. Aufgabe war es die verrotteten Weintrauben aus der Rebe zu schneiden. Es machte fast den Eindruck, dass das sehr nette Ehepaar uns einen Gefallen tun wollte und uns Beschäftigung suchte. Also durften wir außer dem grapes cleaning auch deren Garten etwas auf Vordermann bringen und eine Runde mit der Erntemaschine mitfahren.


Das Ende ...


... des Apfelpflückens kam schneller als erwartet. Die Hoffnung, dass wir schnellere Picker werden und nicht mehr 11 Std. am Tag arbeiten müssen erlosch nachdem uns ein Franzose in der Mittagspause deutlich machte, dass die Arbeit eine Sklavenarbeit sei und er nicht für dieses Geld arbeiten wolle.
Als wir zurück beim Apfelpicken waren entschlossen wir uns eine Deutsch-Französische-Revolution zu starten. Der Angriff auf den Bauern und dessen Scheune musste am Abend nur gut durchgeplant werden. Am nächsten Tag formierten wir uns auch schon - zu einer Zwölfergruppe - und starteten in Richtung Scheune. 



Hätten wir ein paar Fackeln und Heugabeln dabei gehabt, wäre die Revolution bestimmt auch erfolgreich gewesen. So blieb es aber bei einer zweiminütigen Diskussion über mehr Geld. Alles was der Apfeltyp zu sagen hatte war: „It’s not my problem“, „I pay top dollar“, „I make one call and get 15 new people“ ... „Let me know your decision“.

Shit happens!

Gesenkten Hauptes gingen wir zurück zu den Zelten. Naja, wirklich Hoffnung hatten wir eh nicht gehabt, aber er sollte zumindest wissen, dass er sche... bezahlt, denn für einen Bin, gab’s 34 Dollar und man brauchte ca. 3 Std. um diesen zu füllen.

Jetzt war es an der Zeit die Situation erneut zu überdenken. Die Franzosen legten fast vollständig die Arbeit nieder, blieben aber noch dort wohnen – denn es gab ja Duschen und eine Küche – bis der Besitzer sie rausschmiss.
Wir füllten an dem Tag der Revolution noch einen Bin und machten uns dann auf in die Stadt zur Jobsuche. Bei einem uns bekannten Weinbauern sind wir dann schließlich untergekommen. Der konnte uns jedoch leider keine Unterkunft bieten, also versuchten wir so lange wie möglich legal auf unserer Apfelfarm zu bleiben, ohne dort arbeiten zu müssen.
Als der Apfeltyp uns fragte wie es mit arbeiten aussehe, viel Andreas spontan eine Verletzung des rechten Handgelenks ein. Somit waren die ersten Tage noch gut rumzukriegen. Dies war natürlich nur begrenzt möglich, also entschlossen wir uns dafür einen guten Eindruck zu hinterlassen und gingen eines morgens zum Besitzer, um uns abzumelden.
Da unsere Arbeit auf der Weinfarm aber noch nicht zu ende war, mussten wir uns etwas einfallen lassen, um eine Dusche zu bekommen. Also haben wir unser Zelt gar nicht erst abgebaut sondern einfach wo anders geparkt, so dass es nicht sonderlich auffällt. 


Nur war unsere neue Aufstehzeit jedoch 6 Uhr und erst nach 17 Uhr durften wir uns wieder auf der Apfelfarm blicken lassen, um nicht erkannt zu werden.