Sonntag, 5. Mai 2013

Der Nationalpark ...


... in Noosa war nett anzusehen,aber endlich ging’s los in Richtung Rainbow Beach. Die Möglichkeit am 40 Miles Beach entlang zu fahren nahmen wir direkt wahr. Über den Strand und durch das Wasser ... großartig, aber ohne 4WD ging dort nix. 
Als wir am Ende der Strecke ankamen standen wir vor einer Schranke, die vermeintlich geschlossen war, doch das Vorhängeschloss war nicht verriegelt und somit bekamen wir die Kette los und kamen auch verbotener weiße den Berg hoch. Oben trafen wir einen jungen Mann vor einem Haus und fragten, wie wir zurück kommen könnten. Er sagte: „Jetzt gar nicht mehr, die Flut kommt, aber ab 19:30h könnten wir zum Campingplatz fahren und dort unsere Lage erklären und bestimmt eine Nacht dort campen. Er fragte auch, ob dass Tor offen stand und nach unserer Erlaubnis, mit der wir auf dem Strand fahren durften... „Tor war offen! Klar! und hääää? Erlaubnis? Wo gibt's die denn?" Die nächste Frage seiner seits war dann, „ob wir das Auto geklaut hätten?" Nach dem Gespräch schauten wir uns noch den Strand und den Leuchtturm an, bevor wir nochmal zu ihm gingen, um zu fragen, ob wir unser Zelt auf seiner Wiese aufschlagen dürfen. Etwas zögerlich sagte er uns dann, dass es noch einen Raum im Haus gäbe mit drei Betten. Spitze!





Wir kochten noch draußen am Auto und gingen dann rein, als wir feststellen mussten, dass Anna (unsere Köchin, die wir an Anfang der Reise in Sydney gefunden haben) im Gesicht dem Anschein nach zwölf mal von Moskitos gestochen wurde. Nach riiiiiiiiesem Gelächter und einer kurzen Weile sah nicht nur ihr Gesicht aus als wäre es zerstochen, sondern der ganze Körper. Abgesehen davon bekam sie schlecht Luft und wurde etwas unruhig. Der junge Mann brachte von draußen etwas Kaktus vorbei, wegen der Aloe Vera und bat die Nachbarn um Rat. Diese waren auch kurz darauf bei uns im Zimmer und begutachteten Anna in Unterwäsche. Um sie zu beruhigen, sagten diese auch, dass der Rettungshubschrauber nur eine Stunde bräuchte, um da zu sein. Hahaha! Nach kurzer Diskussion stand fest, dass es eine allergische Reaktion sein musste. Wahrscheinlich wegen einer Art Sandfloh. Nach etwas Medizin und Ruhe wurde es dann zum Glück wieder besser und sie beruhigte sich etwas.
Nach der ganzen Aktion unterhielten wir uns noch ein paar Minuten mit dem Einheimischen, der uns fragte, wie wir es schaffen konnten zu ihm zu kommen. Ob wir denn nichts von Ebbe und Flut wussten, keine Probleme mit dem Wasser bekamen und ob wir denn auch Luft aus den Reifen ließen.
Hmmm, Ebbe und Flut, ... schon mal was von gehört, dass mit dem Wasser fanden wir ganz lustig, wenn wir durchfahren mussten, weil mal wieder eine Welle zu weit ins Land ragte und das Auto lief auch „mit Luft" im Reifen ganz locker über den Strand. Der Blick des jungen Mannes sprach Bände. Er fragte sich, wie zum Teufel wir es schaffen konnten lebendig bei ihm anzukommen.
Da haben wir allen Anschein nochmal Glück gehabt.

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